Führung in der Schule gleicht einem ständigen Wechsel zwischen Sprint und Marathon. Mal braucht es Ausdauer, Weitblick und die Fähigkeit, Kräfte klug einzuteilen, mal ist sofortige Reaktion gefragt – schnell, klar und entschlossen.
Langfristige Entwicklungen wie Programme, Kultur und Gesundheit entstehen über Jahre hinweg und verlangen Beständigkeit. Wer seine Kräfte nicht klug einteilt, läuft Gefahr, das Ziel zu verfehlen. Gleichzeitig gibt es Situationen, die keine Verzögerung erlauben: Konflikte, Krisen oder plötzliche Vorgaben fordern unmittelbare Aufmerksamkeit. In solchen Momenten zählt Orientierung, und für kurze Zeit wird alle Energie gebündelt, um die Herausforderung zu meistern – danach braucht es bewusstes Zur-Ruhe-Kommen.
Gesund führen bedeutet, beide Disziplinen zu beherrschen: den langen Atem des Marathonläufers und die fokussierte Energie des Sprinters. Nur wer beides bewusst einsetzt, bleibt selbst stabil und vermittelt dem Team Sicherheit.
Meine Sicht als Schulberaterin
In meiner Arbeit als Schulberaterin erlebe ich häufig, dass Schulleitungen im Dauer-Sprint gefangen sind. Doch nur wer seine Kräfte bewusst einteilt – wie ein Marathonläufer – hält durch. Führung bleibt dann gesund, wenn Ausdauer und schnelle Reaktion verantwortungsvoll ineinandergreifen.
Fazit
Schulleitung ist ein Wechselspiel zwischen Marathon und Sprint. Wer beides bewusst gestaltet, führt gesund – und hält das Team auf Kurs.

