«Schule handelt» mit AussenSicht
Ein Angebot der schweizerischen Gesundheitsstiftung RADIX
zur Stärkung der Gesundheit von Lehrpersonen, Schulleitungen und weiteren Fachkräften an Schulen
Gesundheitsförderliche Strukturen statt starke Nerven
Resilienz bedeutet mehr als «starke Nerven». Die individuelle Fähigkeit, in belastenden Situationen flexibel, widerstandsfähig und handlungsfähig zu bleiben ist nicht nur eine Frage der inneren Haltung, sondern auch biologisch geprägt. Deshalb greift Stressprävention zu kurz, wenn sie ausschliesslich beim Individuum ansetzt. Nachhaltige Stressprävention beginnt bei den Strukturen. Genau hier setzt «Schule handelt» an.
«Schule handelt» ist ein praxiserprobter, evaluierter und ganzheitlicher Schulentwicklungsprozess zur Stärkung der Gesundheit aller Mitarbeitenden. Das Angebot richtet sich an öffentliche und private Schulen aller Stufen.
Als akkreditierte Beraterin begleite ich Ihre Schule professionell und mit einem frischen Blick von aussen durch den ein- bis zweijährigen Prozess.
Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) optimiert das Verhältnis von Belastungen und Ressourcen auf den Ebenen Organisation, Personal und Unterricht.
Wohlbefinden und Arbeitszufriedenheit des Schulpersonals wirken sich direkt auf die Bildungsqualität, die Attraktivität der Schule als Arbeitsort, die Kosten, die Resilienz der Organisation und die Innovationsbereitschaft aus.
Zu Beginn des Prozesses ermitteln Schulen mithilfe einer umfassenden Online-Befragung die Ressourcen, Belastungen und das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeitenden auf Schul- und Teamebene. Aufbauend auf dieser Standortbestimmung analysiert das Schulteam gemeinsam das Entwicklungspotential, definiert Handlungsfelder, leitet massgeschneiderte Massnahmen zur Stärkung der Gesundheit ab und plant deren Umsetzung.
Von der Planung bis zur Durchführung und Auswertung der Mitarbeiterbefragung hat sich eine Zeitspanne von 8-12 Wochen bewährt. Zwischen der Befragung und den Analyse-Workshops sollten idealerweise nicht mehr als 3-4 Wochen liegen. Der Zeitplan richtet sich danach, wann Zeitfenster für die Analyse-Workshops zur Verfügung stehen.
(Je nach Kanton kann «Schule handelt» anstelle einer der vorgeschriebenen Schulevaluationen durchgeführt werden.)
Ja, der Prozess «Schule handelt» erfordert eine finanzielle Investition in Höhe von CHF 120-170 pro Person, die sich jedoch mehrfach auszahlt.
Der Betrag ist abhängig von der Grösse und Struktur der Schule.
Für jede Schule wird eine individuelle Offerte erstellt.
AussenSicht begleitet Ihre Schule professionell durch den Prozess. Durch die Zusammenarbeit mit AussenSicht als externe, akkreditierte Beratungsperson erhalten Sie die Möglichkeit, die Mitarbeiterbefragung Job-Stress-Analysis (JSA) zu nutzen und Zugriff auf nationale Fördergelder der Gesundheitsförderung Schweiz.
Noch mehr Anworten gibt es auf unserer FAQ-Seite.
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Warum «Schule handelt» umsetzen?
Hohe Belastung am Arbeitsort ist ein Risikofaktoren für Gesundheit und Wohlbefinden aller Beteiligten
37.6 Mio.
kosten berufsbedingte Erkrankungen von Lehrpersonen pro Jahr
14'000
Schulmitarbeitende
haben seit 2018 teilgenommen
95'000
Schülerinnen und Schüler
haben seit 2018 profitiert
Nutzen von BGF an Schulen
Darum lohnt sich die Investition in eine systematische betriebliche Gesundheitsförderung (BFG)

Wohlbefinden & Arbeitszufriedenheit
Gesundheit und Wohlbefinden der Lehrpersonen und Schulleitungen sind Schlüsselfaktoren für den Bildungserfolg der Schüler:innen. Nur gesunde und belastbare Lehrpersonen können dauerhaft qualitativ hochwertigen Unterricht gestalten.

Hohe Bildungsqualität
Das Wohlbefinden der Lehrpersonen steht in direktem Zusammenhang mit der Qualität von Unterricht und Erziehung und somit auch mit der Lernleistung der Schüler:innen. Emotionale Erschöpfung der Lehrpersonen negativ auf die Unterrichtsqualität aus.

Attraktiver Arbeitsort
Ein gesundes Arbeitsumfeld, das auf Vertrauen, Unterstützung, Zusammenarbeit und offener Kommunikation beruht, ermutigt den Austausch von Ideen und zur gemeinsamen Entwicklung innovativer Ansätze.

Finanzieller Mehrwert
88% der Kosten für berufsbedingte Erkrankungen von Lehrpersonen sind indirekte Kosten auf Grund von Absenzen, dazu gehören vor allem die Kosten für Stellvertretungen. Organisationsbezogene Massnahmen zur Stressprävention haben einen sehr hohen ökonomischen Nutzen.

Resilienz der Organisation
Mitarbeitende fühlen sich gesünder und widerstandsfähiger, wenn sie ihren Arbeitsplatz als unterstützend und anpassungsfähig erleben. Während der Corona-Pandemie hat sich das an Schulen gezeigt, die gesundheitsförderliche Strukturen etabliert hatten.

Innovationabereitschaft
Das positive Erleben der beruflichen Tätigkeit, die Unterstützung durch Schulleitungen und Team fördert das Engagement für Schulentwicklung. Die Arbeitszufriedenheit von Schulleitungen und Lehrpersonen ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklungskapazität einer Schule.
Die Sensibilisierung und das Commitment aller Beteiligten (Schulleitung, Steuergruppe, Mitarbeitende, Behörden etc.) sind zentral für eine erfolgreiche Umsetzung von «Schule handelt». AussenSicht begleitet die Schulleitung dabei, das nötige Wissen im Team aufzubauen.
Ist der Entscheid zur Umsetzung von «Schule handelt» gefällt, werden die Rahmenbedingungen zwischen der Schulleitung und AussenSicht in einer schriftliche Vereinbarung festgehalten. Schulleitung und Steuergruppe planen, begleitet von AussenSicht, den zeitlichen Ablauf des Prozesses, sowie die Mitarbeiterbefragung Job Stress Analysis (JSA).
Dauer: 8–10 Wochen
Die Funktionalität der JSA wird zunächst von 2-3 Personen getestet. Anschliessend wird der Link für die Teams per Mail versendet.
Die Mitarbeitenden haben ca. 14 Tage Zeit, die Umfrage auszufüllen. Es hat sich bewährt, ein Zeitfenster z.B. im Rahmen einer Konferenz für das Ausfüllen der Umfrage bereitzustellen.
Dauer: 3–4 Wochen
AussenSicht wertet die Umfrage aus und informiert Schulleitung und Steuergruppe über die Resultate. Die ausführliche Präsentation der Resultate für das Kollegium bildet den Auftakt zu den Analyseworkshops.
Zwischen der Befragung JSA und den Analyse-Workshops (Phase 4+5) sollten idealerweise nicht mehr als 3-4 Wochen liegen.
In von AussenSicht moderierten Analyse-Workshops werden die Resultate der JSA vom Kollegium mit der Situation an der jeweiligen Schule verknüpft, wichtige Handlungsfelder identifiziert und Ideen für konkrete Massnahmen gesammelt. Abschliessend werden die Ideen begleitet von AussenSicht in der Steuergruppe gesichtet, geordnet und mit der Schulleitung auf ihre Machbarkeit geprüft.
Erfahrungsgemäss ergeben sich aus der Mitarbeiterbefragung und den Analyse-Workshops einige Massnahmen-Ideen, die einfach und zeitnah umgesetzt werden können, sogenannte Quick-Wins, sowie Massnahmen, die nur mittel- oder langfristig umgesetzt werden können. Manche Massnahmen-Ideen können von der Schulleitung nicht direkt umgesetzt werden, weil sie Entscheidungen in der vorgesetzten Behörde oder auf politischer Ebene erfordern.
Je nach dem wie umfangreich die geplanten Massnahmen sind, ist die Dauer der Phasen 6+7 sehr individuell – von wenigen Wochen bis zu 1-2 Jahre.
Die Umsetzung der Massnahmen nach 1- 2 Jahren im Kollegium reflektiert und wenn nötig angepasst, um eine kontinuierliche und nachhaltige Schulentwicklung zu gewährleisten.
Nach ca. 3 Jahren wird die Wirksamkeit der Massnahmen durch eine erneute Mitarbeiterbefragung mit dem JSA-Tool extern überprüft.
Kosten
Die Kosten für den Prozess «Schule handelt» (Phase 1 – 5) setzen sich zusammen aus einer Auftragspauschale für die Beratungsleistung, einem Honorar für die Analyse-Workshops und einer Projektbegleitpauschale sowie einer Gebühr pro Person für die Teilnahme an der Mitarbeiterbefragung «Job-Stress-Analysis (JSA)».
- Die Auftragspauschale beinhaltet sämtliche Beratungsleistungen. Darunter fallen Sitzungen mit Schulleitung und Steuergruppe, Präsentationen für das Kollegium sowie die Konzeption und Auswertung der Mitarbeiterbefragung.
- Pro Analyse-Workshop wird eine Halbtagespauschale verrechnet.
- Die Projektbegleitpauschale beträgt 5 % des Gesamtauftragsvolumens und deckt alle administrativen Nebenleistungen ab.
Die Anzahl der Sitzungen und Analyse-Workshops pro Projekt hängt von der Struktur und Grösse der Schule ab. Für jede Schule wird eine individuelle Offerte erstellt.
Finanzierungsmöglichkeiten
Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt Schulen von 2024 bis 2027 mit einem Beitrag von CHF 2’500 bei der Umsetzung von «Schule handelt». Die jährlichen Fondsmittel sind begrenzt und die Zusagen werden nach Eingang der Anträge vergeben.
Ein Antrag für den Förderbeitrag kann ausschliesslich zusammen mit der verbindlichen Anmeldung zur Umsetzung «Schule handelt» gestellt werden. Nachdem eine Schule sich für die Umsetzung entschieden hat und eine Auftragsklärung mit einer akkreditierten Beratungsperson erfolgt ist, erhält die Schule die Anmeldeunterlagen von der Beratungsperson.
Die Kosten für die Analyse-Workshop können über das schuinterne Weiterbildungsbudget abgerechnet werden. Schulen aus dem Kanton Basel-Stadt können auf das kantonale SiWB-Budget zugreifen, da ich Mitglied im pz.bs Beratungspool für Schulführung und Schulentwicklung bin.
In manchen Kantone stellt die kantonale Gesundheitsbehörde Mittel für die Durchführung von «Schule handelt – Stressprävention am Arbeitsort» zur Verfügung.
Die Rolle von AussenSicht
Als akkreditierte Beraterin begleite ich die Schule durch den gesamten Prozess. Dabei arbeite ich eng mit der Schulleitung zusammen und unterstütze die Steuergruppe in ihrer Arbeit.
Meine Auftraggeberin ist die Schulleitung. Zu Beginn wird eine Steuergruppe aus dem Kollegium gebildet. Im Vorfeld klären wir, ob auch die Schulleitung Teil dieser Gruppe ist. Während des Prozesses arbeiten Steuergruppe und AussenSicht eng zusammen.
In gemeinsamen Sitzungen stimmen wir den zeitlichen Ablauf ab, passen die Mitarbeiterbefragung (JSA) an die Bedürfnisse der Schule an und planen im Anschluss die Analyse-Workshops.

